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Gedichte


Nur Schaum

Ein Lüftchen
läßt ihn wirbeln und kreisen,
ein Wellenschlag,
eine Schiffsschraube...

Lange
wandert er
mit dem Strom,
glänzend,
schimmernd,
obenauf,
leicht.

Manch einer schaut,
vergißt das Flußbett
aus Erde und Stein...

Ruhendes
unter Strömendem
wie eine unsichtbare,
tragende Hand.

Er sieht es nur steigen,
perlen,
schillern,
leicht und bunt...
und immer wieder
obenauf.

Niemals
verharrt auf sauberem Wasser
so lange der Schaum.

Ich habe Angst
um die Fische.

Anneliese Wipperling 1980